Warum finden wir beinahe NUR Steinmonumente aus den Urzeiten

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Das Anthropozän

Ob es Pyramiden sind, Megalithen, wie Stonehenge, Baalbek Terrassen (Libanon), Oblast Kemerowo, in Sibirien und Mittelamerika, Peru, Mexiko, oder Kolumbien?

Wir wissen in Wirklichkeit nicht, wer hat es gebaut und vor allem, warum, wo zu. Alles, was man heute nachlesen kann sind Spekulationen und Vermutungen. Wahre gründe und Technologien, mit denen die Steine bearbeitet wurden, sie über riesigen Distanzen transportiert  und in die Höhe befördert waren, darüber haben wir schlicht keine Ahnung. Auch mit heutigen Technologien wäre es meist unmöglich für uns es nachzumachen. Aber, da muss man vorsichtig sein. Ein Beispiel:

Der eherne Reiter (russisch Медный всадник / Medny wsadnik) wird das 1782 errichtete bronzene Reiterstandbild des Zaren Peter der Große auf dem Sankt Petersburger Senatsplatz benannt.

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Eine technische Meisterleistung war der Transport des Fundaments. Der Donnerstein (russisch grom-kamen) genannte Monolith wiegt etwa 1250 Tonnen und wurde in einem Stück aus der Umgebung des etwa 22 km entfernten Lachta (finnisch Lahti) auf einer Art Kugellagerbahn und auf einem für diesen Zweck gebauten Kahn herantransportiert. Der Findling war während der Eiszeit an dem Fundort nahe der Küste liegen geblieben. Seit die Baugrube voll Wasser lief, existiert an der Fundstelle ein kleiner See (Petersee). Später errichtete man davor eine russisch-orthodoxe Kirche. Also: Keine Ausserirdische, keine übernatürliche Kräfte.

Eine Begründung, warum wir fast nur Steinzeugnisse finden  könnte sein, dass es viel mehr Zeugnisse und Berichte darüber aus der Urzeiten gaben, die jedoch längst nicht mehr existieren, weil sie einfach nicht so standhaft waren, wie Stein. So können wir nur die Granitblöcke bestaunen. Wie und warum sie entstanden sind, warum und was sie bedeuten, dass alles könnte vielleicht auf Materialien dokumentiert sein, dass nicht mehr zu finden sind. Wer weiss, was alles erklärt und dokumentiert in der Bibliothek von Alexandria war!

Die Zeit der Megalithen erstreckt sich 11.000 Jahre (Göbekli Tepe, wahrscheinlich das älteste Tempelanlage der Welt) und 2.400 Jahre (Ägypten). Nehmen wir an, unsere Zivilisation würde aus irgendeinem Grund aufhören zu existieren. Bekanntlich wäre es nicht erstes mal.

Was würden zukünftige Archäologen in Jahrtaussenden an Informationen über uns finden? Welche Artefakten?

Wenn Forscher in ferner Zukunft in den Anthropozän-Schichten graben, werden sie ganz bestimmte Hinterlassenschaften von uns finden. Und dadurch Rückschlüsse auf unsere Technologien und unseren Lebensstil ziehen. Ihr Bild von uns dürfte aber so ziemlich  verzerrt sein.
Der Mensch verstreut künstliche Materialien wie Beton, Plastik, metallisches Aluminium (im Boden kommt es nur in gebundener Form vor), Aerosole, Flugasche und das bei Kernwaffenversuchen freigesetzte Plutonium über den gesamten Planeten. Diese Aktivitäten markieren nach Auffassung vieler Forscher eine neue geologische Epoche: das Anthropozän.  Das sind sicherlich Artefakte, die noch in 100.000 Jahren zu finden werden.

In unseren Zeiten werden immer mehr Informationen elektronisch (Digital) gespeichert. Meist sind das Festplatten, die in 11.000 Jahren, wenn gefunden werden, nicht lesbar sein. Papier wird 11.000 Jahre nicht überstehen.

Aber, wie wir waren, was wir dachten, welche Musik gehört haben, welche Gedichte und Romane gelesen haben und  und andere Dinge, die werden kaum gefunden werden. Wir benutzen immer mehr Speichermedien, die nach Jahrtausenden nicht mehr vorhanden werden . Auch wenn es tonnenweise Papier (Ganze Wälder erden abgeholzt) als Speichermedium benutzt wird (Zeitungen, Magazine, Dokumente, einfach alles, was gedruckt wird, verschwindet. Wer benutzt bschon Pergament zum Gedicht zu schreiben?

Es bleiben vielleicht CDs oder DVDs, die aber nicht lesbar seien werden, da kein Software fehlen wird (Betriebssystem, dass es ermöglichen wird.) Also, es könnte sein, dass man über uns viel weniger erfährt als wir über die alte Ägypter oder Mayas wissen, ausser, wir entwickeln Speicher, dass tausende Jahre übersteht.

DNA Speicher?

DNA ist die aus dem Englischen stammende Abkürzung von Desoxyribonukleinsäure. Im Deutschen spricht man daher auch von DNS. Im Normalzustand kommt sie als Doppelhelix in jeder Zelle des Menschen vor. Auf diesem Strang ist das komplette Erbgut des Menschen als Code aus Basenpaaren gespeichert.

Diese vier Genbausteine – symbolisiert durch die Buchstaben A, T, G und C – sind die Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Deren Buchstaben ergeben einen einzigartigen Code, ganz ähnlich wie die Striche maschinenlesbarer Etiketten im Supermarkt.

Damit die Informationen der DNA auch umgesetzt werden, muss sie abgelesen werden. Bei diesem Vorgang entstehen Ribonukleinsäuren (RNA), darunter bestimmte Boten-RNA, die den Bau von Proteinen regulieren – so werden Informationen aus der DNA im Organismus in die Tat umgesetzt.

Proteine wiederum steuern nicht nur die Biochemie des Körpers. Organe, Knochen, Muskeln, Haut und Gewebe des Menschen formen sich, weil Proteine in ihren Zellen das Sagen haben.

Das Erbgutmolekül DNA könnte in absehbarer Zeit als Datenspeicher dienen. Auf dem biologischen Speicher lassen sich riesige digitale Datenmengen verpacken und auf lange Zeit sichern, berichten Wissenschaftler aus Großbritannien und den USA im britischen Fachblatt „Nature“.

Um dies unter Beweis zu stellen, hatten sie unter anderem Ausschnitte aus Martin Luther Kings „I have a dream“-Rede im DNA-Molekül verschlüsselt und später fehlerfrei wieder entschlüsselt. Ähnliche Ansätze hatten in den vergangenen Jahren bereits andere Forscherteams verfolgt. Ein großer Vorteil ihres Verfahrens sei die sehr hohe Genauigkeit bei der Entschlüsselung der DNA-Daten, berichten die Wissenschaftler.

Die Festplatte für die Ewigkeit

Alle Daten der Welt in einem Kilo verpackt, fehlerfrei gesichert bis ans Ende der Tage? Mit Chips bräuchte es dazu nicht nur eines Energiewunders. Zwei Biologen haben einen „DNA-Brunnen“ programmiert, der die Erbsubstanz als Datenspeicher sexy macht.

ein Datenspeicher der Welt und auch alle Magnetspulen zusammen würden es nicht schaffen, sämtliche digitalen Daten abzuspeichern, die heute rund um den Globus produziert werden. Mit dem Erbmaterial DNA wäre das eine Leichtigkeit. Buchstäblich. Ein Kilogramm der Erbsubstanz, die chemisch als Desoxyribonukleinsäure bezeichnet wird und wie ein langer, unsichtbarer und extrem dünner kodierter „Lebensfaden“ in jeder unserer Körperzellen schwimmt, würde theoretisch  ausreichen, die gesamten Daten der Welt abzuspeichern – und zwar  Hunderttausende von Jahren lang, sofern die DNA kühl und trocken gelagert wird.

In einem Gramm DNA dagegen  könnte man dreimal so große Datenmengen abspeichern (und zwar fehlerfrei), wie der Supercomputer des Deutschen Klimarechenzentrums enthält.

 

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